Regelmäßige Brustuntersuchung zur Krebsvorsorge

Brustkrebsvorsorge ist sehr wichtig, denn Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau. Die Möglichkeiten, Brustkrebs frühzeitig zu erkennen und erfolgreich zu behandeln, sind in den letzten Jahren deutlich besser geworden.

Warum ist Vorsorge nötig?

Die Vorsorge besteht aus der regelmäßigen Untersuchung beim Frauenarzt und durch die ebenfalls regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust. Durch die Selbstuntersuchung lassen sich Brustveränderungen erkennen, denen Brustkrebs oder andere Erkrankungen der Brust zugrunde liegen können. Etwa jede 9. Frau wird statistisch gesehen im Laufe ihres Lebens Brustkrebs bekommen. Damit bekommt die Vorsorge eine hohe Bedeutung.

 

Vorsorge beim Frauenarzt

Die Vorsorge wird beim Frauenarzt durchgeführt. Je nach Alter verläuft die Untersuchung anders. Im Alter von 50 bis 69 Jahren können alle Frauen alle zwei Jahre eine Mammografie, eine spezielle Röntgenuntersuchung der Brust,  zur Vorsorge durchführen lassen. Bei Frauen, die jünger als 50 Jahre sind, ist die Tastuntersuchung als Routinevorsorge vorgesehen. Liegt ein erhöhtes Risiko für die Erkrankung vor, so kann der Arzt darüber hinaus die nötigen Untersuchungen veranlassen. Dazu gehört beispielsweise auch die Ultraschalluntersuchung der Brust. Insbesondere wenn es in der Familie Erkrankungen an Brustkrebs gab, wenn die Brust sehr voluminös ist, wenn die erste Regelblutung sehr früh oder die Wechseljahre sehr spät einsetzen ist das der Fall.


Was ist eine Mammographie?

Die Mammographie ist die am häufigsten durchgeführte Untersuchung im Rahmen der Brustkrebsfrüherkennung. Eine Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust, bei der man knotige Veränderungen im Gewebe darstellen kann. Die  Strahlenbelastung  wird möglichst gering gehalten. Aus heutiger Sicht ist die Untersuchung völlig ungefährlich. Die Untersuchung ist schmerzfrei. Als unangenehm wird gelegentlich das Zusammendrücken der Brust bei der Untersuchung empfunden. Durch den Druck und die Röntgenstrahlen kann keinesfalls Krebs ausgelöst werden.

 

Die Selbstuntersuchung

Beim Frauenarzt sollte sich jede Frau die Technik der Selbstuntersuchung zeigen lassen und sollte sie regelmäßig - möglichst einmal im Monat - anwenden. Der günstigste Zeitpunkt liegt zwischen dem dritten und siebten Tag nach Beginn der Monatsblutung. Denn in dieser Zeit ist das Drüsengewebe besonders weich.

 

Zur Selbstuntersuchung gehört zunächst die sorgfältige Betrachtung der Brüste auf Veränderungen. Dies erfolgt einerseits mit den Händen an der Hüfte und dann mit Hinter dem Kopf verschränkten Armen. Beim Betasten der Brustwarze zwischen Daumen und Zeigefinger wird durch sanften Druck geprüft, ob Sekret austritt.

 

Dann tastet man bei hängendem Arm ein Brustviertel nach dem anderen vom Brustrand zur Brustwarze hin langsam ab. Dabei ist es wichtig, auf derbe Stellen und knotige Veränderungen zu achten. Anschließend sollte die Frau die Untersuchung mit hinter dem Kopf verschränktem Arm wiederholen und auch die Achselhöhle auf Knoten abtasten. Die Untersuchung sollte dann noch im Liegen durchgeführt werden. Es werden immer beide Brüste untersucht.

 

Veränderungen der Brust, ein getasteter Knoten oder Schmerzen sollten in jedem Fall mit dem Frauenarzt besprochen werden.

 

Welche Ursache kann eine Veränderung haben?

Ein Knoten in der Brust bedeutet nicht automatisch, dass Brustkrebs vorliegt. Je nach  Zyklus und Lebensalter gibt es verschiedene Ursachen für eine Knotenbildung. Viele davon sind völlig ungefährlich. Zu häufigen gutartigen Veränderungen des Brustdrüsengewebes gehören beispielsweise die Fibroadenome, bei denen eine Vermehrung von Binde- und Drüsengewebe vorliegt. Auch Zysten der Brust sind relativ häufig. Es handelt es sich um flüssigkeitsgefüllte Hohlräume des Brustgewebes.

 

Was wird bei unklarem Befund gemacht?

Besteht aufgrund der Untersuchungen der Verdacht auf einen Tumor, entnimmt der Arzt in der Regel eine Gewebeprobe. Dies nötig, da man nur unter dem Mikroskop sehen kann, ob es sich bei dem Knoten um einen gutartigen oder bösartigen Tumor handelt.

 

Ist Brustkrebs behandelbar?

Handelt es sich bei einem Knoten um Brustkrebs, so ist eine Behandlung unbedingt nötig. Je frühzeitiger der Knoten entdeckt wird und je schneller die Behandlung erfolgt, desto größer ist die Chance auf eine komplette Heilung. Welches Operationsverfahren und welche zusätzlichen Behandlungen nötig sind, ist immer im Einzelfall zu klären.


Brustkrebsvorsorge ist sehr wichtig für alle Frauen. Etwa jede 9. Frau wird statistisch gesehen im Laufe ihres Lebens Brustkrebs bekommen. Durch die Vorsorge besteht die Chance Brustkrebs möglichst frühzeitig zu erkennen. Wird Brustkrebs frühzeitig erkannt, so ist die Chance groß, dass die Erkrankung erfolgreich behandelt werden kann.

Stand: 10.2010