Laseroperation – für jeden geeignet?

Mit einer Laseroperation am Auge können Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung korrigiert werden. Mittlerweile ist das operative Verfahren mit einem sogenannten Excimer-Laser anerkannt und kann mit wenigen Ausnahmen bei den meisten fehlsichtigen Personen angewendet werden.

Was ist eine Fehlsichtigkeit?

  • Um ein Objekt scharf sehen zu können, muss es im Auge exakt auf der Netzhaut an der inneren Rückwand des Augapfels abgebildet werden. Bei einer Kurzsichtigkeit wird das einfallende Licht zu schwach gebrochen, bei einer Weitsichtigkeit zu stark, sodass das Licht nicht genau auf der Netzhaut auftritt. In beiden Fällen ist vom fixierten Gegenstand dann kein scharfes Bild zu sehen.


Möglichkeiten, eine Fehlsichtigkeit zu korrigieren

  • Die meisten Patienten wählen Augengläser, mehr als jeder zweite Deutsche trägt eine Brille. Auch weiche oder harte Kontaktlinsen sind für viele Fehlsichtige eine beliebte Möglichkeit, scharf zu sehen. Allerdings ist die Pflege relativ aufwändig und daher nicht jedermanns Sache. Viele Fehlsichtige würden gern ohne diese Korrekturhilfen auskommen. Eine Möglichkeit ist die Laseroperation. Mit ihr kann die Brechkraft der Hornhaut so verändert werden, dass anschließend der fixierte Gegenstand wieder scharf auf der Netzhaut abgebildet wird.


Für wen ist eine Laser-Behandlung geeignet?

  • Die Brechkraft wird in Dioptrien (abgekürzt: dpt) gemessen. Ist das Auge kurzsichtig, so steht vor den Dioptrienwerten ein Minuszeichen (-). Bei Weitsichtigkeit werden die Werte mit einem Pluszeichen (+) angegeben. Eine Excimer-Laser-Behandlung kann bei einer Kurzsichtigkeit von bis zu -8 dpt, bei einer Weitsichtigkeit von +3 bis +4 dpt sowie bei einer Hornhautverkrümmung von +3 bis +4 dpt durchgeführt werden. Der häufigste Grund bei Patienten, sich für diese Operation zu entscheiden, ist die größere Unabhängigkeit von Brille und Kontaktlinsen. Auch kosmetische oder berufliche Gründe spielen eine Rolle.
  • Grundsätzlich ist nicht jeder Patient für eine Laser-Behandlung des Auges geeignet. Folgende Faktoren können eine OP ausschließen:
    • Patienten unter 18 Jahren, bei denen das Auge noch wächst
    • instabile Fehlsichtigkeit mit sich noch ändernden Brechwerten
    • Grauer Star (Katarakt)
    • Grüner Star (Glaukom)
    • chronisch fortschreitende Hornhauterkrankung
    • sehr dünne Hornhaut
    • fortschreitende Makuladegeneration


Wann kommt die OP nicht in Betracht?

  • Nicht jede Fehlsichtigkeit kann durch eine Laser-OP korrigiert werden. Wenn die Hornhaut zu dünn ist oder andere Augenkrankheiten wie Grüner Star oder Netzhautdegeneration bekannt sind (siehe oben), kann keine Laser-OP erfolgen.
  • Bei unrealistischen Erwartungen des Patienten sollte die OP nicht erfolgen. Das Operationsergebnis wird nie besser sein als die Sehkorrektur mit der besten Brille.


Was geschieht bei einer Laser-Operation?

  • Das gebräuchlichste Verfahren zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit ist die Laser in-situ Keratomileusis (LASIK) mit dem Excimer-Laser. Bei einer Kurzsichtigkeit flacht der Arzt mit dem Laser die Wölbung der Hornhaut ab, bei einer Weitsichtigkeit wird die Hornhaut ringförmig abgetragen und damit steiler. Die Korrektur des Brechfehlers wird also direkt an der Hornhaut vorgenommen. Im günstigsten Fall muss der Patient nach dem Eingriff keine Brille oder keine Kontaktlinsen mehr tragen. Allerdings tritt auch bei einer erfolgreichen Operation bei vielen Menschen im Alter von 45 bis 50 Jahren eine Alterssichtigkeit auf. Hier hilft keine Operation, sondern nur eine Brille bzw. Kontaktlinsen.


Eine Laser-Behandlung der Augen kann mit einigen Ausnahmen bei den meisten Menschen mit einer Kurzsichtigkeit von bis zu -8 dpt, mit einer Weitsichtigkeit von +3 bis +4 dpt oder mit einer Hornhautverkrümmung von +3 bis +4 dpt durchgeführt werden.